Was tun, wenn am Monatsende nichts übrig bleibt?

Ein häufiges, stilles Thema

Viele Menschen kennen die Situation, dass am Monatsende kaum oder gar kein Geld übrig bleibt.
Oft entsteht daraus schnell ein Gefühl von Versagen oder falschem Umgang mit Geld.

Dabei sagt diese Situation zunächst nichts über Disziplin oder Fähigkeiten aus.
Sie beschreibt lediglich, wie der Alltag aktuell aussieht.


„Nichts übrig“ ist erst einmal eine Beobachtung

Wenn am Monatsende nichts übrig bleibt, ist das kein Urteil.
Es ist eine Information.

Diese Information kann viele Ursachen haben:

  • hohe feste Ausgaben
  • schwankende Alltagskosten
  • eine Lebensphase mit wenig Spielraum

Ohne Einordnung wirkt diese Beobachtung jedoch schnell belastend.


Warum Sparen hier oft der falsche Gedanke ist

In dieser Situation wird häufig sofort an Sparen gedacht.
Das erzeugt zusätzlichen Druck – besonders dann, wenn ohnehin wenig Spielraum vorhanden ist.

Sparen setzt voraus, dass etwas übrig bleibt.
Wenn das nicht der Fall ist, liegt der erste Schritt woanders.


Überblick vor jeder Entscheidung

Bevor entschieden wird, was verändert werden könnte, hilft es zu verstehen, wo das Geld im Alltag tatsächlich hingeht.

Nicht im Detail, nicht exakt – sondern grob und ruhig.


Wenn Ausgaben kaum Spielraum lassen

Manche Ausgaben lassen sich kurzfristig kaum verändern.
Das gilt besonders für feste Kosten oder notwendige Alltagsausgaben.

In solchen Phasen ist es wichtig zu erkennen,
dass fehlender Spielraum keine persönliche Schwäche ist.


Sicherheit entsteht nicht sofort durch Sparen

Auch ohne Sparbetrag kann Sicherheit entstehen.
Zum Beispiel durch das Wissen, dass Situationen sich verändern dürfen und nicht jeder Monat gleich funktionieren muss.

Ein kleiner finanzieller Puffer kann später hilfreich sein – aber er ist kein Maßstab für richtig oder falsch.


Spielraum darf fehlen

Wenn am Monatsende nichts übrig bleibt, bedeutet das nicht, dass etwas falsch läuft.

Es bedeutet nur, dass der aktuelle Alltag wenig Raum lässt.
Dieser Raum darf wieder entstehen – aber nicht unter Druck.

Manchmal ist Verstehen der wichtigste Schritt.
Nicht Verändern.

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